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Die Funktionen der Haut



Die Haut ist ein vielfältiges Organ: Als Teil des Stoffwechsels kann sie zum Beispiel Energie und Wasser bevorraten, Fette, Mineralien oder Wirkstoffe aus Arzneien aufnehmen, Vitamin D bilden, Abfallprodukte oder Salze des Körpers über den Schweiß wieder abgeben und die Körpertemperatur regulieren.

Bauch einer Frau mit Wassertropfen bedeckt.
© Shutterstock
Beim Schwitzen gibt die Haut Wasser ab, um durch Verdunstung den Körper zu kühlen.
Als Sinnesorgan liefert sie unserem Körper wichtige Informationen über Wärme und Kälte, Tasten, Berührung oder Schmerzen. Das Abwehrorgan Haut schmettert Angriffe von außen ab – Krankheitserreger, mechanische Verletzungen, chemische Stoffe, UV-Strahlen. Oft unbewusst ist ihre psychische und soziale Funktion: Gefühlsregungen, Körperausdruck und Körperkontakt laufen auch über die Haut ab – zum Beispiel die „Schamesröte“.

Die Haut als schützender Mantel

Mit der Produktion von Talg und Schweiß bildet die Haut eine natürliche Barriere gegen Krankheitserreger: den Säureschutzmantel der Haut. Der pH-Wert dieses Schutzfilms schwankt zwischen 4,5 und 6,9. Der Schweiß transportiert auch Abfallprodukte des Körpers nach außen. Die im Talg enthaltenen Lipide wirken einerseits abweisend gegen chemische Stoffe und Wasser, andererseits erhalten sie den Feuchtigkeitsgehalt der Haut als Bestandteil im sogenannten Hydrolipidfilm: Das komplexe Gemisch schützt die Haut vor chemischen Einwirkungen – es besteht aus Schweiß, Talg, Duftdrüsensekret und dem Hornzellkitt, der bei der Hauterneuerung entsteht.

Das Waschen mit alkalischer Seife zum Beispiel kann diese natürliche Balance stören, die Haut „reizen“. Bei Hautkrankheiten wie beispielsweise der Neurodermitis ist der schützende Mantel defekt. Deshalb sollten sich Menschen mit trockener, empfindlicher Haut – besonders bei Neurodermitis – nur mit pH-neutralen, rückfettenden Substanzen waschen.

Schutz vor Licht, Hitze und Kälte

Schädliche UV-Strahlung kann die Haut bis zu einem gewissen Maß über verstärkte Aktivität der Pigmentzellen mit dem Hautfarbstoff Melanin abwehren: Die Haut bräunt sich und zusätzlich verdichtet sich die Hornschicht zur Lichtschwiele: Tieferliegende Hautschichten werden so vor schädlichen UV-Strahlen geschützt.

Bei warmen Außentemperaturen oder Fieber stellen sich die Blutgefäße weit und die Haut wird besser durchblutet. Außerdem beginnt man zu schwitzen, um den Körper zu kühlen. Bei Kälte verengen sich die Gefäße, um den Wärmeverlust über die Haut gering zu halten.
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