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Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps)



Schon ab dem 20. Lebensjahr beginnen sich natürlicherweise die Bandscheiben zu verändern. Dabei handelt es sich um degenerative Veränderungen – also Rückbildungs-, das heißt Schrumpfungsvorgänge. Das Bandscheibengewebe und davon vor allem der Gallertkern verliert zunehmend an Flüssigkeit und Elastizität.

Röntgenbild einer Bandscheibe © Thinkstock


Grafik: normale Bandscheibe mit scharf begrenztem Rand, leicht geschädigte mit verformtem Kern und leicht unscharfer Begrenzung und eine stark degenerierte mit stark geschädigtem Kern und ungleichmäßigem Rand © v.SoldokoffDie linke Zeichnung zeigt die gleichmäßige Druckverteilung der normalen Bandscheibe. In der Mitte ist eine Schädigung zu sehen, bei der sich der Druck ungleichmäßig verteilt, die Bandscheibe rechts kann ihre Stoßdämpferaufgabe überhaupt nicht mehr wahrnehmen.
Kommen nun zu den natürlichen Rückbildungsvorgängen besondere Belastungen hinzu, können sich Risse und Spalten bilden – die Bandscheibe schrumpft, ähnlich wie Lehm, der eintrocknet. Dadurch kann sie ihrer Funktion nicht mehr richtig gerecht werden, sie wird unelastisch.

Bandscheibenvorfall und -vorwölbung: wenn sich die Bandscheibe verlagert



Grafik: Bandscheibe, die auf den im Wirbel verlaufenden Nervenstrang drückt © v.SoldokoffDie einseitige Bandscheiben- verwölbung links mit Druck auf die Nervenwurzel ist rückbildungsfähig.Haben sich Risse und Spalten in der Bandscheibe gebildet, kann sich der Gallertkern mit oder ohne Faserringanteile verlagern. Dann kommt es entweder zu einer Bandscheibenvorwölbung (Protrusio) oder sogar zu einem Bandscheibenvorfall (Prolaps).

Von Vorwölbung spricht man, wenn der äußere Faserring noch zusammenhält und durch das gelockerte und in ihn eingedrungene Gewebe des Gallertkerns vorgetrieben wird. Ein Bandscheibenvorfall liegt dann vor, wenn auch der Faserring lückenhaft oder eingerissen und der Gallertkern aus dem Gewebeverband herausgetreten ist.

Der Bandscheibenvorfall

Wird der Gallertkern mit Teilen des Faserrings abgestoßen, spricht man von einem sequestrierten Bandscheibenvorfall. Solche sogenannten Bandscheibensequester können entweder unter dem hinteren Längsband liegen und dieses in den Wirbelkanal vortreiben, das hintere Längsband durchbrechen und in den Wirbelkanal hineinragen oder frei im Wirbelkanal liegen.
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